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Geschichten und Sagen rund um den Knoblauch

Knoblauch ist eine Kulturpflanze, die schon vor 5000 Jahren von den Sumerern erwähnt worden ist und gelangte aus den Steppengebieten Zentral- und Südasiens über das Mittelmeer nach Europa. In die Region des heutigen Deutschlands gelangte der Knoblauch höchstwahrscheinlich durch die vordringenden Römer und wurde dann schon recht bald durch die Kultivierung der armen Bevölkerung verbreitet.

Knoblauch war schon im Altertum als Nahrungs- und Heilmittel bekannt. Ägypten war das Knoblauchland des Altertums, er galt dort als heilige Pflanze. Mit Knoblauch als Grabbeigabe wurden die Pharaonen zur letzten Überfahrt gewappnet. Ägyptische Sklaven benutzten Knoblauch als Stärkungsmittel und um Läuse und Darmparasiten zu vertreiben. Herodot, der Vater der Geschichte, berichtet, dass beim Bau der großen Cheopspyramide allein nur für die Zwiebel-Rettich- und -Knoblauch-Kost der Arbeiter, um sie gesund und bei Laune zu erhalten, 1.600 Silbertalente (= 2.034.839,35 € ) aufgewendet wurden. Als die Rationen ausblieben, legten die Arbeiter ihre Arbeit nieder. Die Fertigstellung des Bauwerks wird auf 2580 v. Chr. in die Zeit des Alten Reiches datiert.

KnoblauchölRömer und Griechen wussten ebenfalls um die Heilmöglichkeiten der Pflanze. Aber die Götter mochten ihn nicht, weil er stank. Folglich war der Besuch von Tempeln Knoblauchessern untersagt und die vornehmen Leute aßen ihn nicht mehr um näher bei den Göttern zu sein. Seither hängt ihm der Makel des Unfeinen an und er galt als Essen armer Leute.

Die Erläuterungen des antiken Arztes Pedanios Dioscurides, der den Knoblauch ausführlich für vielfältige Einsätze in der Medikation empfohlen hatte, blieben auch für das gesamte Mittelalter maßgeblich, wo etwa Bisswunden (wie von Hunden oder Schlangen), Haarausfall, Zahnschmerzen, Hautausschläge, Lungenleiden oder Menstruationsstörungen damit behandelt wurden. Im Spätmittelalter wurde der Knoblauch, der ganz allgemein als entgiftend galt, auch gegen die Pest angewandt.

In Volksmedizin und Aberglaube spielt noch heute der Knoblauch eine wichtige Rolle. In der Phantasie und den Geschichten der Menschen macht ihn seine antibakterielle Wirkung zauberkräftig. Sagen sprechen ihm beschwörende Wirkung gegen Hexen und Teufel zu. Jedem bekannt ist seine abschreckende Wirkung auf Vampire. Seeleute nahmen reichlich Knoblauch mit auf ihre Reisen. Er half gegen Bakterien, wenn in den Holzfässern das Wasser faulte und ungenießbar wurde. Ebenso wurde er in den warmen Ländern des Orients genutzt, wo die Brunnen und Zisternen nicht immer die beste Trinkwasserqualität lieferten.

Knoblauch in der Medizin

Knoblauch wird auch weit verbreitet in der Medizin genutzt. Durch die schwefelhaltigen, ätherischen Öle, den Jodgehalt und einige Enzyme wird eine heilende Wirkung erzeugt. Aber auch der Wirkstoff Alliin spielt eine große Rolle, denn alleine wegen ihm werden viele Versuche mit Knoblauch in der Medizin unternommen. Hier einige Beispiele, für was/gegen der Knoblauch verwendet wird:

- gegen Potenzschwäche
- gegen Krebs
- für die Verdauung
- für die Durchblutung
- regt die Herztätigkeit an
- hilft gegen Kopfschmerzen und Schwindelgefühl
- besonderes Einsatzgebiet: gegen Arteriosklerose

Wirkung von Knoblauch

Knoblauch wirkt antibakteriell, antimykotisch (Mykose = Pilzerkrankung) und fettgehaltsenkend. Außerdem enthält der Knoblauch außer Mineralsalzen auch Vitamin A, B und C und Allizin, eine Schwefelessenz mit starker antiseptischer Wirkung. Desweiteren hat Knoblauch hypertonische Eigenschaften, das heißt, er ist in der Lage, den arteriellen Druck zu senken und ist daher besonders wirksam gegen Arteriosklerose.

Knoblauch wurde und wird auch als lebensverlängerndes Immunstimulans und Liebesmittel gepriesen. Die Knolle enthält Hormone, die menschlichen Sexualhormonen ähneln. Beim Geruch scheiden sich aber die Geister.

Was ist drin und wofür ist es gut?

Allicin wirkt antimikrobiell und hat eine blutdrucksenkende Wirkung.

Kalium ist notwendig für die Aktivierung zahlreicher Enzyme.

Vitamin B1 sorgt für die Erhaltung und Funktionstüchtigkeit von Herz und Kreislauf und sorgt als so genanntes »Stimmungsvitamin« für starke Nerven.

Vitamin B6 ist wichtig für die Antikörperproduktion und spielt eine zentrale Rolle bei der Eiweißverwertung.



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